Der Ausschuss für ländliche Gebiete will Tønder zu Dänemarks bester Gemeinde in einem ländlichen Gebiet machen
Der Ausschuss für ländliche Gebiete der Gemeinde Tønder ist für 21 Stunden zusammengekommen um eine Gesamtstrategie für die Arbeit für die ländlichen Gebiete in der Gemeinde zu erstellen. Die Vision besteht noch immer darin, dass die Gemeinde Tønder Dänemarks beste Gemeinde in ländlichen Gebieten sein will.
Es erfordert Mut zu sagen, dass wir die besten in Dänemark sein wollen, insbesondere, wenn man am besten in einem Bereich sein will, der nicht direkt messbar ist.
Denn wie unterscheidet sich das Wohnen in der Gemeinde Tønder jetzt von dem Zeitpunkt, an dem Tønder Dänemarks beste Gemeinde in einem ländlichen Gebiet geworden ist?
Die Antwort war nach dem Seminar nicht eindeutig, aber alle waren sich darüber einig, dass dies angestrebt werden soll.
”Wenn man die Latte hoch legt, hat man ein Ziel vor Augen”, erklärt die Kulturmitarbeiterin Anne Mette Pedersen, die zusammen mit der neuen Koordinatorin für Kultur, Freizeit und ländliche Gebiete, Kia Fog Kristensen, das Seminar veranstaltet hat.
Die gesamte Gemeinde Tønder ist eine Gemeinde im ländlichen Gebiet. Die Gemeinde liegt in der südwestlichsten Ecke Dänemarks, und falls nicht Tønder die beste Gemeinde in einem ländlichen Gebiet werden kann, wer soll es dann werden?
Deshalb ist der Ausschuss für ländliche Gebiete in der Gemeinde Tønder im Brundtland Golfcenter für 21 Stunden zusammengekommen, wo er gemeinsam mit dem Ausschuss für Kultur und Freizeit die Möglichkeiten benannt hat.
"In der Gemeinde Tønder hat man einen Ausschuss für ländliche Gebiete gegründet und hat dem Ausschuss finanzielle Mittel zur Verfügung gestellt um die Arbeit für die ländlichen Bereiche örtlich in der gesamten Gemeinde zu unterstützen. Das ist einzigartig“, berichtet der Vorsitzende des Ausschusses, Finn Hansen.
”In vielen anderen ländlichen Gemeinden sind überhaupt keine lokalen Mittel eingeplant, erst recht nicht in der Größenordnung”, ergänzt der Vorsitzende.
Während des Seminars bekamen die 16 Teilnehmer von einem professionellen Strategiekonsulenten Hilfe um das Ziel zu erreichen, und der Prozess war umfangreich. Es wurde u.a. über Besiedlung, Infrastruktur, Einsparungen und Ausnutzung von Synergien besprochen und über eine gemeinsame Verantwortung und über die Notwendigkeit der Kooperation zwischen den Fachbereichen, Orten, Projekten und Interessen.
Die Meinung der Jugendlichen
Während des Verlaufes haben die Teilnehmer fünf Jugendliche eingeladen um über das Leben in Tønder zu berichten und darüber, unbedingt nicht in Tønder wohnen zu wollen. Die Jugendlichen waren sich alle darüber einig, dass die Gemeinde viel zu bieten hat. Die Jugendlichen schätzen insbesondere die gute Gemeinschaft, die Nähe und die Natur, sie waren aber auch besorgt darüber, dass in den ländlichen Gebieten nicht so viele interessante Stellen zur Verfügung stehen wie in den Städten.
Die Sorge nimmt der Ausschuss ernst, so dass der Ausschuss daran arbeiten will, die attraktiven Jobmöglichkeiten, die es noch immer gibt, hervorzuheben, und der Ausschuss will auch versuchen, Unternehmen mit in die zukünftige Entwicklungsarbeit einzubeziehen.
Zielsetzungen
Um Tønder zu Dänemarks bester Gemeinde in den ländlichen Gebieten zu machen, ist ein zielstrebiger Einsatz erforderlich. Sowohl die Politiker und Mitarbeiter der Gemeinde als auch die vielen engagierten Freiwilligen und Unternehmen in der Gemeinde tragen eine Verantwortung. Unter der besten ländlichen Gemeinde versteht jeder etwas anderes. Egal, wen man fragt, wird ”das beste” unterschiedlich aufgefasst. Deshalb wird mit einigen verschiedenen Zielsetzungen gearbeitet:
- Es soll attraktiv sein, sich in der Gemeinde Tønder freiwillig zu engagieren
- Die Entwicklung des ländlichen Gebietes in der Gemeinde Tønder soll ganzheitlich und zwischen den vielen Teilnehmern koordiniert sein
- Die ländlichen Gebiete in der Gemeinde Tønder sollen über ihre Stärken und positiven Seiten vermarktet werden.
Diese Zielsetzungen bedeuten, dass der Ausschuss für ländliche Gebiete der Gemeinde Tønder zukünftig die zugedachten Mittel an Projekte vergeben kann, die dazu beitragen, die Zielsetzungen zu erfüllen. Um die besten zu sein, müssen alle am gleichen Strang ziehen. Das beinhaltet klare Prioritäten, mehr Kurse und Besprechungen für die Freiwilligen, verbesserte Zusammenarbeit zwischen den Städten und Dörfern, und vor allem will der Ausschuss mit der Gemeinde in einen Dialog zur Vereinfachung der Kommunikation mit den einzelnen Verwaltungen treten.
Die Arbeit des Seminars soll nicht nur vom Ausschuss benutzt werden, sondern soll auch die Basis für die Erstellung einer generellen Politik für ländliche Bereiche für die gesamte Gemeinde Tønder bilden. Eine Politik, die richtungsweisend sein kann zur/für die Entwicklung zu Dänemarks bester Gemeinde in ländlichen Gebieten hin.